Was tun, wenn man kein Weizen verträgt? Glutenunverträglichkeit, IgE-Antikörper: Trendwende bei Allergie und Asthma, Ernährung

Man geht zum Arzt, lässt ein Blutbild machen und hat einen erhöhten Immunglobulin E (IGE) Wert.

Woran kann der erhöhte IgE Wert liegen?

Normal ist bei Erwachsenen ist eine IgE-Konzentration von bis zu 100 U/ml Blutserum. Ein Wert über 100 U/ml ist somit zu hoch, erhöhte Werte zeigen aber nur, dass das Immunsystem Kontakt mit einem möglichen Allergen hatte – eine Soforttyp-Allergie lässt sich damit also gar nicht nachweisen. Der IGE-Antikörper wird vom Körper selbst produziert und ist eine unspezifische Immunantwort. Der Grund dafür können sein: Nahrungsmittel, Pollen, Schimmelspuren in der Nahrung, Schimmel in der Umgebung oder weitere Stoffe die man berührt oder einatmet. Dazu gehört auch Latex, was viele nicht rauskriegen.

Grundsätzlich reagiert jedes Lebewesen auf Allergene, hat aber nicht unbedingt einen erhöhten IGE- Wert. In der Natur befallen Pilz-Arten verschiedenes Obst und Gemüse wie z. B. Weinbeeren, Zwiebeln oder Erdnüsse, aber auch in Form von Flecken auf Verputz. Findet man auch häufig in Badezimmern als schwarzen Belag auf Kachelfugen. Sind Nahrungsmittel die Ursache für die Immunreaktion, welche im schlechtesten Falle nicht behandelt wird, droht eine Autoimmunkrankheit welche den Darm angreift: Torbus Chron.

Die geeignete Ernährungstherapie bei erhöhtem IgE-Wert

Eine neuere Studie der amerikanischen Universität von Rochester im Bundesstaat New York beweist die Wirkung von Omega-3 DHA und EPA. Es wurden Zellkulturen aus Blutproben von 17 Asthma-Patienten entnommen und behandelt mit Omega-3. Tatsächlich nahm daraufhin die Anzahl der IgE-Antikörper in den Proben ab.

Die wirksamen Botenstoffe gegen Entzündungen stammen aus dem Omega 3, direkt nach der Oralen Aufnahme werden Sie in sogenannte spezialisierte Lipidmediatoren (SPMs) umwandelt.
Die Botenstoffe heißen E-Serie Resolvine aus der Omega 3 Fettsäure Eicosapentaensäure(EPA) und D-Serie Resolvine aus der Omega 3 Fettsäure Docosahexaensäure (DHA).

Der Durchbruch in der Ernährungsmedizin: Es ist also möglich “SMPs”-Entzündungsreaktion zu beenden, ohne das Immunsystem zu beeinträchtigen!

Was konnte die Ernährungsmedizin sonst noch feststellen?

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass eine Arzneistoffe die bei Asthma eingesetzt werden, den günstigen Effekt von SPMs blockieren. Deswegen können die Omega-3-Metaboliten ihre Wirkung nicht mehr entfalten können.

Die Studienautoren merken an, dass Kortikosteroide nicht nur das Immunsystem unterdrücken sondern auch Botenstoffe die Gleichgewicht wieder herstellen können. Damit könnten Kortikosteroide tatsächlich sogar allergische Erkrankungen verschlimmern.

 

Literatur

  1. Phipps, R. P., et al., Corticosteroids inhibit anti-IgE activities of specialized proresolving mediators on B cells from asthma patients, JCI Insight. 2017 Feb 9;2(3):e88588, Epub published ahead of print.
  2. Nina Kim, Thomas H. Thatcher, Patricia J. Sime and Richard P. Phipps, Corticosteroids inhibit anti-IgE activities of specialized proresolving mediators on B cells from asthma patients, The Journal of Clinical Investigation, Vol. 2, Issue 3, Feb. 9, 2017
  3. Hans Bisgaard et al. Fish Oil–Derived Fatty Acids in Pregnancy and Wheeze and Asthma in Offspring, New England Journal of Medicine, Dec 29, 2016;375(26):2530-9.

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